Wie wir Ihnen vor einiger Zeit
berichteten, hat das Entwicklerstudio hinter "Stargate Worlds" -
Cheyenne Mountain Entertainment - einen Antrag für eine Insolvenz nach Chapter 11 des amerikanischen Insolvenzrechts eingereicht.
Diese Insolvenz sollte der Firma die Möglichkeit geben, bei laufendem Betrieb und ohne den Druck von Gläubigern das Unternehmen neu zu strukturieren, um so nach Ablauf der Frist aus eigener Hand die Gläubiger bezahlen zu können.
Im Schriftverkehr mit einem Forumsmitglied des
offiziellen Forums von Stargate Worlds hat der Chef von CME, Shane Hensley, bekannt gegeben, dass die Entwicklung von SGW nicht von der Insolvenz betroffen ist, genauso wenig wie es die Arbeit an dem kürzlich erschienenen Shooter "Stargate Resistance" ist.
Er schrieb außerdem, dass die Insolvenz ja immer noch abgelehnt werden könne – und genau das ist passiert. Kurze Zeit nach Einreichung des Antrags (am 12. Februar) hat das Insolvenzgericht diesen mit der Begründung abgelehnt, dass Gary Whiting am 12. Februar nicht mehr Geschäftsführer von CME gewesen ist.
Gary Whiting hatte in seiner Position als Vorstandsvorsitzender einige dubiose Geschäfte im Namen der Firma gemacht, was zur Folge hatte, dass nicht alle Geldmittel da waren, wo sie sein sollten. Als Folge davon hat der Aufsichtsrat von CME Whiting abgezogen, was vom Gericht jedoch noch nicht bestätigt worden ist. Whiting sieht darin eine Chance, doch noch CEO von CME zu bleiben, obwohl intern schon seit einiger Zeit Tom Jenson Geschäftsführer der Firma ist.
Die Einreichung der Insolvenz durch Gary Whiting am 12. Februar ist somit in der Tat nicht rechtskräftig, da er bereits am 11. Februar seiner Position enthoben wurde. Dennoch gibt er sich auch heute noch als CEO des Unternehmens aus, was Tom Jenson in einer Mail bestätigte. Jenson denkt, dass Whiting damit das Gericht verwirren will.
CME tritt seit dem 16. Februar als Nebenkläger in einer Zivilklage gegen Whiting auf, die bereits durch eine Firma aus Utah begonnen wurde, mit denen Whiting Verträge geschlossen hatte, die er nicht eingehalten hat. Jenson bezeichnet den ganzen Konflikt mit Whiting als einen einzigen Albtraum. In dem Prozess hat CME unter anderem versucht, Whiting aus dem Aufsichtsrat ausschließen zu lassen, was das Gericht jedoch wegen mangelnder Beweise unterlassen hat.
Wie es im Kampf zwischen CME und Whiting weitergeht und ob das Studio nochmal versucht, über Tom Jenson eine Insolvenz anzumelden, bleibt abzuwarten. Wir werden Sie auf jeden Fall diesbezüglich auf dem Laufenden halten. Offizielle aktuelle Geschehnisse am Gericht können Sie verfolgen, wenn sie auf
diesen Link klicken und die Fallnummer (Case Number) CV2010003106 eingeben.
Weitere Quellen:
SGGamingInfo,
FireSky,
Courtminutes